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Schneereste_gemalt

Katrin Neubauer

Draußen zu malen, heißt für mich in Kontakt zu treten zur Natur und zu mir selbst. 
Vor zwei Jahren, Ende Mai 2024, hab ich mich das erste Mal mit Staffelei und Ölfarben an einen Feldrand gestellt. Vor mir wiegten sich Mohnblumen und Kamille im Wind. Über mir tobte ein aufgewühlter Himmel. Die Sonne kam und ging. Ich war total überfordert, hab den Himmel dreimal umgemalt und über drei Stunden für das Bildchen gebraucht. Das Ergebnis war mäßig, aber in mir drin hallte noch lange ein freudiges Gefühl des Freiseins wider.
Seitdem zieht‘s mich raus, so oft es die Alltagspflichten erlauben. Mein anfangs selbst gebautes Equipment wich einer schweren französischen Holzstaffelei, die auch stürmischen Stunden standhielt. 
Meine Standardformate sind 30x40cm und 40x50cm. Aber ich find‘s auch spannend, mit großen Pinseln und Leinwänden loszuziehen. 
Was ich nicht mag, ist Zeitdruck. Den hat man automatisch durch das wechselnde Licht und im Winter durch die Kälte. Aber ich setze mir selbst kein zeitliches Limit. Für mich braucht ein Bild so lange, bis es in meinen Augen halbwegs gut ist. 
Allerdings wird man auch mit der Erfahrung etwas schneller. Solange wie für mein erstes Bild brauche ich inzwischen nicht mehr. Überfordert fühle ich mich aber oft genug noch angesichts der Fülle an Details und Schönheit, die vor mir liegen.

Technik:

Ölfarben

Region:

Brandenburg

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